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Erinnerungen und Eindrücke Ehemaliger  (und jetziger Mitglieder des Fördervereins) aus "ihrer" Therapiezeit:

S.G.: "Für mich war es der Einstieg in eine Veränderung meiner Selbst, die bis heute anhält. Ich bin in Mackenzell ins Nachdenken gekommen über den Sinn des Daseins, über meine Wünsche und Ängste, über den Schmerz, den ich zuvor nur betäuben wollte, über meine zwiespältigen Gefühle. Ich bekam in Mackenzell eine Ahnung davon, daß ich das Chaos in mir durchaus überblicken und ordnen kann, auch wenn ich damals schon wußte, daß es kein leichter Weg sein würde. Auch Rückschläge und Tränen wären und waren Bestandteil dieses Weges. Doch das Wichtigste war, daß ich zusammen mit den TherapeutInnen einen Grundstein legen konnte, eine solide Basis für die Zukunft, die heute Gegenwart geworden ist."

P.K.: " Besonders gut gefallen / gut getan hat mir: Die relativ wenigen Patientinnen und der rege Austausch zwischen den TherapeutInnen. Jeder wußte zu jeder Zeit, auf welchem Stand jeder ist bzw. wie es jedem geht und wo jeder steht. Außerdem hat es mir sehr gut getan, nur Frauen um mich zu haben. Gefallen hat mir vor allem die ruhige Umgebung in Mackenzell. In lebhafter Erinnerung habe ich: Meine Riesenangst, in dieser schweren Zeit ein Zimmer mit jemandem teilen zu müssen - für sooo lange Zeit. Ich war es gewohnt, allein in meiner Wohnung zu sein. Letztendlich verbrachten wir 3 von 4 Monaten zusammen und es hat sich von Anfang an eine wundervolle Freundschaft entwickelt."

E.R.: "Ich hörte einmal, wie sich zwei Therapeutinnen im Treppenhaus unterhielten. Eine sagte:"Es sind doch alles so wertvolle Menschen!" --- WIR? --- Wertvoll? Ich hatte in einer anderen Therapie vorher zu hören bekommen:" Beschweren Sie sich nicht, Sie sind doch selbst schuld, daß Sie hier sind!" - Mein "Geburtstag", das ist mein Einlieferungstag in Mackenzell vor 14 Jahren. Das ist mein Feier-Tag - so ganz innen drinnen für mich! Ich bin in Mackenzell nie gedemütigt, erniedrigt oder verachtet worden - das hat mich ungemein aufgebaut. Auch alle Dorfbewohner waren stets freundlich und unvoreingenommen, wenn wir ihnen begegneten. Heute noch ein herzliches Danke!"

C.G.: "Mackenzell war ein Einschnitt und ein großer Fortschritt in meinem Leben. Ich bin sehr dankbar für diese Zeit, auch wenn sie teilweise sehr schmerzhaft war. Die Aussage zweier Mitpatientinnen: "Nichts ist so schlimm oder so schön, daß du trinken mußt!" ist mir noch heute in lebhafter Erinnerung. Diesen Satz werde ich nie (hoffentlich) vergessen."

C.F.: "Besonders gut tat mir: Die TherapeutInnen versuchten stets, sich immer genügend Zeit für die Patientinnen zu nehmen. Sie führten die Gruppen und Einzelgespräche mit Kompetenz und Einfühlungsvermögen und hielten den Patientinnen mit kleinen Geschichten einen Spiegel vor, der Ihnen half, sich selbst zu erkennen. In lebhafter Erinnerung blieb mir: Ich lernte, meine Bedürfnisse klar zu erkennen und mitzuteilen und dadurch mein Umfeld ein wenig zu sensibilisieren - ich muß mich ändern, denn mein Umfeld kann ich nicht ändern! Nie wieder war ich so sehr bei mir, wie in meiner Zeit im Schloß Mackenzell."

M.S.: "Mir hat Mackenzell sehr gut getan. Die TherapeutInnen waren hervorragend, die Mitpatientinnen z.T. schlimm, da sehr aggressiv. Ich war damals ziemlich down, alles andere als aggresiv, mehr depressiv, aber heute geht es mir Gott sei Dank gut, auch Dank Mackenzell."

D.B.: "Ich war 1991 für 16 Wochen im Schloß. Ich stellte mir damals die Therapie wie einen "Vollwaschgang mit Weichspülung" vor. Ich erwartete, hinterher - reingewaschen und aufgeklärt - in ein aprilfrisches neues Leben zu starten. Hindernisse? Na, die lassen sich doch nüchtern viel besser überwinden. Zufriedenheit? Die habe ich mir doch in 16 Wochen Schloß-Training mühsam und tränenreich erarbeitet. Glück? Das steht mir doch jetzt endlich zu, nachdem ich mir nicht mehr selber im Weg stehe. Ja, und dann fiel ich nach 16 Wochen aus dem Schloß in den Alltag zurück. Nichts war aprilfrisch, schon gar nicht ich selber. Die eigentliche Bewährung stand noch bevor. Irgendwann, viel später, stellte sich etwas Neues ein: zunehmende Gelassenheit, häufiger Zufriedenheit, größere Widerstandskraft. Und ein großes Glück ist, daß ich seither abstinent bin."

E.K.: "Für mich war es eine Herausforderung - nur Frauen. Geht ja meist nicht gut, dachte ich jedenfalls. Lag es daran, daß ich mich selbst auf mich konzentrierte oder daß alle Mitpatientinnen ähnliches durchgemacht haben? Es funktionierte jedenfalls so gut, daß ich mich auch heute noch jedesmal freue, wenn ich wieder nach Mackenzell komme."